Thiés

Das Tagebuch
Und wieder ist der Verein Ein Herz für Senegal" unterwegs, um Aktiv "Hilfe zur Selbsthilfe" im Senegal zu leisten. Damit auch Sie wieder etwas von unserer Arbeit und Hilfe im westafrikanischen Land mitbekommen, versuchen die Mitglieder im Senegal regelmäßig über ihre Erlebnisse in diesem Tagebuch zuberichten.
Mittwoch, 10. März 2010
Dienstag, 09.03. - Wir sagen auf wiedersehen

4 Wochen Hilfseinsatz in und um Thies herum gehen zu Ende. Martin Cauvet, Reinhard Schriever und Peter Fallbrock sagen Ba beneen yoon (Bis zum nächsten Mal)! Viele senegalesische Freunde kamen ins Hotel Rex um uns noch einmal Ihren Dank auszusprechen und uns außerdem eine gute Rückreise zu wünschen. Der Abschied ist jedesmal ein Abschied vom "2ten Zuhause" und vielen lieben Menschen.
Dank des Internets aber, können viele Gedanken der letzten Besuche und Gespräche, ja das ganze Jahr über ausgetauscht und weitergeführt werden.
Mit diesen Worten sagen wir unseren treuen Tagebuchlesern auf wiedersehen in Deutschland und hoffentlich haben wir hiermit für Sie ein interessantes und informatives Forum gestaltet. - Sorry, aber leider konnten aufgrund verschiedener Umstände und auch wegen regelmäßiger Stromausfälle die Einträge nicht immer ganz zeitnah erfolgen.
Mittwoch, 10. März 2010
Montag, 08.03. - 4 Wochen Hilfseinsatz gehen zu Ende

Am heutigen Vormittag wurde der Schlüssel zum Depot Lucia Diatta übergeben. Hintergrund der Übergabe ist die gemeinsame Überlegung, die verbliebenen Spenden im Laufe diesen Jahres an bedürftige Familien in konkreten Notsituationen auszuhändigen.
Sodann stand die Fahrt nach Palam Roog an, um die gespendeten Schulbücher zu übergeben. Mit großem Dank verabschiedeten uns die Lehrer und Kinder.
Den Abschluss des Tages krönte eine Einladung zu einem Abendessen. Francoise Diouf und Ibrahim Dione bedankten sich mit einem schönen Abend im Restaurant „Esmeralda“. Nach tollen Gesprächen überreichten sie uns Bilder, die symbolisch für das bestehende und zukünftige Projekt und unsere Zusammenarbeit stehen.
Sonntag, 7. März 2010
Sonntag, 07.03. - Kondolenzbesuch bei langjährigem Freund

Der heutige Tag wurde von einer traurigen Nachricht überschattet. Die Mutter eines langjährigen senegalesischen Freundes war am Tag zuvor verstorben und der Religion entsprechend umgehend beigesetzt worden. Ein Kondolenzbesuch im Haus des Freundes war selbstverständlich.
Nach einer Beratung zum Ablauf einer solchen Zeremonie erwiesen wir der Verstorbenen gemeinsam mit anwesenden deutschen und senegalesischen Freunden die letzte Ehre.
Die Stimmung und das Bild einer solchen Trauerfeier waren ein neuer, besonderer Einblick in die Kultur des Landes.
Sonntag, 7. März 2010
Samstag, 06.03. – über 26000 Menschen, eine Krankenschwester, kein Arzt

7 km vor Diourbel in der Savanne liegt die Gemeinde Ngohé. Das Einzugsgebiet mit 36 Dörfern und ca. 26.000 Einwohnern misst ca. 17 km im Durchmesser. Die dortige Krankenstation wird von Schwester Rosalie Ilboudo geführt und ist in einem bemerkenswert sauberen und guten Zustand.
Dennoch fehlt es an fast allem. Die häufigsten Erkrankungen die hier behandelt werden, sind Durchfall und Erbrechen,aufgrund unsauberen Wassers und mangelnder Hygiene. Die Station verfügt über einen kleinen OP und eine Endbindungsabteilung, die einfach, aber dennoch funktionell ausgestattet sind.
Dank des enormen Engagements von Schwester Rosalie Ilboudo ist dieser neue Gebäudebereich, der die Endbindungsstation beherbergt, entstanden und der Zustand der Station auf höherem Niveau als noch vor 2 Jahren.
Da wir uns am Tag zuvor telefonisch angemeldet hatten nutzten Abbé Eric und Abbé Philippe die Gelegenheit, der Gruppe unter anderem für die mitgebrachten Spenden zu danken und uns zum Mittagessen einzuladen.
Das Projekt „zéro enfants sans extrait de naissance“ übersetzt „Keine Kinder ohne Geburtsurkunde“, das Abbé Eric ins Leben gerufen hat, ist existenziell für die Kinder der Dörfer in dieser Gemeinde. Rund 50% der Kinder erhalten nach der Geburt keine Geburtsurkunde, da sie im Dorf und nicht in der Krankenstation auf die Welt gekommen sind. Ohne Geburtsurkunde aber, können die Kinder nach der 6ten Klasse (6 Jahre Grundschul ) nicht einmal die Prüfung zur höheren Schule ablegen, da sie ohne dies offizielle Dokument als "nicht existent" gelten. Damit ist dann auch jeder weitere Weg verbaut.
Das Projekt soll die Zahl der Kinder ohne Geburtsurkunde auf Null senken, indem dafür gesorgt wird, das nachträglich bei Gericht eine solche Urkunde erstellt wird bzw. die Eltern sensibilisiert werden, sofort nach der Geburt ihre Kinder registrieren zu lassen.
Um den Schülern/Schülerinnen ohne Geburtsurkunde der 6ten Klasse diesen Jahrgangs doch noch die weiterführende Schule zu ermöglichen, finanzierten wir direkt vor Ort die nachträgliche Erstellung des notwendigen Dokuments.
Sonntag, 7. März 2010

Sonntag, 7. März 2010
Freitag, 05.03. – Gestaltung der zukünftigen Zusammenarbeit
In weiteren Gesprächen mit dem Leiter der Caritas in Thiés, André Senghor, baten wir um weitere Projektdaten die von der Caritas angedacht sind, zur Darlegung in Deutschland. Die Beschaffung der benötigten Materialien gestaltet sich wesendlich einfacher, wenn für den Spender alles transparent und nachvollziebar ist.
Reinhard Schriever hat bereits einige Gespräche hinsichtlich der Wasserleitungsmaterialen mit Firmen in Deutschland geführt.
In diesem Gespräch wurde deutlich, das die Caritas ein größeres Projekt in Palam Roog angedacht hat und dieses in absehbarer Zeit startet wird.
Am Nachmittag trafen wir Francoise Diouf und Ibrahim Dione zu Gesprächen unter einem großen Mangobaum zur weiteren Zusammnearbeit der senegalesischen O.N.G.. „Aspail“ und „Ein Herz für Senegal e.V.“ mit klaren Linien der Kooperation in den nächsten Jahren:
1.Weiterführung, Ausbau und Verselbständigung des Projektes in Ndoffane.
2.Beginn der Sensibilisierung der Dorfbewohner in Ndangane bezüglich eines Dorfentwicklungsprojektes.
Freitag, 5. März 2010
Donnerstag, 04.03. - Besuch eines israelischen Hilfsprojekts

Projektleiter der Dorfentwicklung in Ndoffane, Francoise Diouf, war an unserem Besuchsvorhaben ebenfalls stark interessiert. Am Morgen fuhren wir dann nach Tiénaba um den Projektbetreuer der Israelis zu treffen.
Nach kurzer Begrüßung und der Fahrt über eine ca. 10 km lange Lateritpiste trafen wir am ca. 3 ha großen Gebiet, das in Parzellen zu je 600 m² aufgeteilt ist, ein. Jede dieser Parzellen wird von einer anderen Familie bestellt. Die Bewässerungsanlage ist auf möglichst geringen Wasserverbrauch bei optimalen Erträgen ausgelegt. In der frühen Keimphase werden ca. 400 l Wasser je Parzelle und Tag, in der weiteren Wachstumszeit bis zu ca. 1000 l pro Tag und Parzelle benötigt.
Der israelische Botschafter Gideon Behar traf während unseres Besuchs ebenfalls in der Anlage ein und ließ es sich nicht nehmen, uns in Französisch, Deutsch und Wolof zu begrüßen. Während der kurzen Zeit, die uns zum Meinungs- & Informationsaustausch blieb, sagte er uns seine Unterstützung bei zukünftigen Projekten zu. Ebenfalls stellte er uns die kostenlose Ausbildung von Fachkräften in einem 1monatigen Seminar in Israel in Aussicht.
Am Nachmittag führten wir ein intensives Gespräch mit Pascal Mbaye, dem Geschäftsführer der DIDEC. Diese betreut Schul- und Alphabetisierungsprojekte in der gesamten Region Thiès. Der Grund des Gesprächs war die Finanzierung von Schulbüchern und am Rande auch ein angedachtes Gartenprojekt in Palam Roog.
Am Abend verabschiedeten wir ein weiteres Vereinsmitglied Richtung Heimat. Assan Ndoy, ein gebürtiger, in Deutschland lebender Senegalese, muss am Montag seinen Job wieder antreten.
Mittwoch, 3. März 2010
Mittwoch, 03.03. - Projektgespräche standen im Vordergrund

Palam Roog, ein Dorf in der Nähe von Thiès, war heute morgen unser Anlaufpunkt. Grund des Besuchs war diesmal nicht unser Schul- und Alphabetisierungsprojekt im Dorf, sondern der Brunnen neben dem Schulgebäude. Dieser 40 Meter tiefe Brunnen wurde von uns vermessen und auf seinen Zustand hin überprüft. Hintergrund ist der Gedanke einer Dorfpatenschaft mit ganzheitlicher Hilfe auf verschiedenen Gebieten. Dieser momentan ungenutzte Brunnen könnte, mit einer Solarpumpe ausgestattet, die Grundlage für ein neues Gartenprojekt werden. Der Leiter der Grundschule Pierre Djouf hatte etwas Zeit für uns, so dass „vorfühlende“ Gespräche unter einem großen Mangobaum geführt werden konnten.
Des weiteren klärten wir in diesem Gespräch den Bedarf an Lehrbüchern für die Schüler in Palam Roog. Die Kostenübernahme konnten wir aufgrund der großzügigen Spende von Ulla Bröker sowie Maria und Sylvia Merschformann zusagen, die Ihrerseits durch Handarbeit und Spendenaufrufe den nötigen Betrag zusammengetragen hatten.
Am Nachmittag nutzten wir die Zeit im Hotel um tiefgehende Gespräche zur Annäherung der unterschiedlichen Betrachtungsweisen mit einigen unserer senegalesischen Partnern und Freunden zu führen.
Wiedermal zufrieden und wie so oft bei diesen Gesprächen um viele Gedanken reicher ließen wir den Tag bei einem kühlen Getränk ausklingen.
Mittwoch, 3. März 2010
Dienstag, 02.03. - Don Bosco: Ausbildungsstätte für Berufsanfänger

Die Nachricht über den Tod des langjährigen Leiters der Ausbildungsstätte Don Bosco hat uns schwer getroffen.
Beim gestrigen Besuch hatten wir Gelegenheit dem kommissarisch leitenden Vertreter unser Bedauern auszusprechen.
Ungeachtet dieser schlechten Nachricht war in dem informativen Gespräch eine sehr freudige Stimmung über die von uns angekündigten Spenden zu spüren. Auch in diesem Jahr ist, dank des tollen Einsatzes von Reinhard Schriever, eine beachtliche Spende an Werkzeugen, Arbeitskleidung und Materialien zusammen gekommen, die heute übergeben werden konnte.
Nach 3wöchigem Aufenthalt verabschiedeten unsere senegalesischen Freunde und wir Maria und Sylvia Merschformann sowie Andrea Mönstermann. Nicht wohlgesonnen war Ihnen der Reifengott. Ein Plattfuß bremste die geschmeidige Heimfahrt zum Flughafen Dakar drastisch aus.
Nichtsdestotrotz konnte pünktlich aber nicht mit allen Trommeln eingecheckt werden. Übergepäck war nicht erwünscht.
Mittwoch, 3. März 2010
Montag, 01.03. - 2 LKW-Ladungen für Krankenhäuser in Thies

Mittwoch, 3. März 2010

Die Versorgung der zwei großen Krankenhäuser der Region Thiès war an diesem Tag die Hauptaufgabe. Sylvia Merschvormann, ausgebildete Krankenschwester, hatte bereits in der vergangenen Woche die Aktion vorbereitet. Mit vielen helfenden Händen und einem Ladekran waren alle Materialien und Geräte schnell verladen.
Die erste Station war das Hôpital Sait-Jean de Dieu de Thiès. Die zweite LKW-Ladung ging an das Centre Hôpitalier Régional. In beiden Häusern ließen es sich die jeweiligen Leiter, Dr. Jean Baptiste Ndione und Directeur Victor Sagna, nicht nehmen, Sylvia Merschvormann und uns persönlich zu begrüßen und die Übernahme der Spenden zu begleiten.
Bereits bei der Anlieferung betonten die Leiter der Krankenhäuser, das mit einem Großteil der gezielten Spenden Ausstattungsdefizite stark minimiert werden konnten.
Als besondere Auszeichnung empfanden wir die Einladung zu einem gemeinsamen Abendessen mit dem Leiter des Hôpital Sait-Jean de Dieu de Thiès Dr. Jean Baptiste Ndione. Die dabei geführten konstruktiven und nicht zuletzt unterhaltsamen Gespräche führten auf beiden Seiten zu einer Vertiefung der gemeinsamen Verständigungsebenen.
Ganz nebenbei erwähnte Dr. Jean Baptist das er auf den heutigen Tag genau vor 25 Jahren die Leitung des Hôpital Saint-Jean de Dieu übernommen habe und diesen ehrenvollen Tag mit uns gemeinsam abschließen möchte.
Sonntag, 28. Februar 2010
Sonntag, 28.02. - Sportvereinspende übergeben

Nach den wichtigen Themen wie Wasserversorgung und Ernährung stand heute die Gesunderhaltung im Vordergrund. Die durch einen Sportverein im Kreis Coesfeld gespendete Fußballerausrüstung, im wesentlichen bestehend aus Trikots und Sporthosen, wurde heute durch die Vereinsmitglieder übergeben. In diesem Jahr wurde die Fußballschule „Oumar Gueye Sene de Dioung“ im Stadtteil Cite Lamine, die zur Zeit 48 Schüler unterrichtet besonders bedacht. Mit großem Dank wurde uns eine Darstellung der Aktivitäten und eine Prioritätenliste ausgehändigt, an der sich die Hilfe in Zukunft orientieren soll.
Im Anschluss wurde „Toubab Djalaw“ an der Küste angesteuert. Dort spülte die Gruppe im kühlen Atlantikwasser den Staub der letzten Tage aus den Poren.
So entspannt und gestärkt kann die neue Woche begonnen werden.
Samstag, 27. Februar 2010
Samstag, 27.02. – Korrespondenz mit senegalesischen Partnern auswerten

Die in den letzten Tagen eingetroffenen Berichte, Anfragen und Danksagungen zu laufenden Projekten bedurften einer zeitnahen Bearbeitung und Auswertung. Die Aufgabe bestand im wesentlichen darin, die teilweise sehr ausführlich umschriebenen Inhalte zu übersetzten und auf das Wesentliche zu minimieren. Die daraus resultierenden Ergebnisse gaben Anlass für ausführliche Gespräche mit unseren senegalesischen Partnern.
Mit viel Zuversicht und um einige Projektideen reicher beendeten wir die Gespräche am späten Nachmittag bei einem gemeinsamen Glas Palmwein.
Freitag, 26. Februar 2010
Freitag, 26.02. – Solarpumpen-Montage in Ndoffane

Die Gruppe trat heute, um 7:30 Uhr den Weg nach Ndoffane an, um die Solarpumpenanlage zu installieren. Projektleiter Francoise Diouf traf um 8:00 Uhr im Depot ein um bei der Verladung der Bauteile zu helfen.
In Ndoffane eingetroffen wurde sogleich mit der Montage der Solarpumpenanlage begonnen. Die Steuerung und die Solarpaneele wurden angebracht. Pumpe und Schwimmerschalter im Brunnen installiert. Nach erfolgreicher Verkabelung folgte der große Moment. Zum ersten Mal in der Geschichte des Vereins wurde eine Solarpumpenanlage eingebaut.
Die Dorfbewohner ließen es sich nicht nehmen dem großen Moment beizuwohnen. Sofort nach der Betätigung des Hauptschalters lief die Anlage einwandfrei. Von nun an laufen stündlich 3500 Liter Wasser in die Bewässerungsanlage.
Mit kalten Getränken, die Francoise Diouf bereit hielt, wurde der für das Dorf und uns große Moment gewürdigt.
Anschließend wurde die Feinjustierung der Solarpaneele vorgenommen.
Von der Hitze in Ndoffane gezeichnet traf die Gruppe gegen 17:00 Uhr wieder im Hotel Rex in Thiès ein.
Freitag, 26. Februar 2010
Donnerstag, 25.02. - letzte Vorbereitungen für Solarpumpenmontage
Der Tag begann mit den letzten Vorbereitungen zur Montage und Inbetriebnahme der Solarpumpenanlage in Ndoffane. Reinhard Schriever und Peter Fallbrock fuhren mit dem Projektleiter Francoise Diouf los, um die restlichen Materialien einzukaufen und schon vorab Montagen einzelner Komponenten durchzuführen.
Bei Temperaturen um 40° C im Schatten waren alle Arbeiten sehr schweißtreibend.
Zeitgleich traf sich der andere Teil der Gruppe mit der Leiterin der Sozialabteilung der Caritas Lucie Diatta am Depot, um die Verteilung und Übergabe der Rollstühle zu organisieren.
Gegen 16:00 Uhr traten dann die Mitglieder Ulla Bröker, Christel Frank, Stefanie Schriever, Micaela Fallbrock-Ludwig, Marion Rütering sowie Uwe Wagner und Uwe May die Rückreise an.
Unter der Begleitung von Reinhard Schiever und Peter Fallbrock kamen alle pünktlich zum Abflugtermin in Dakar an. Die Rückfahrt nach Thiés wurde durch sehr viele Autos mit gläubigen Muslimen auf dem Weg zu einer Feier in Tivaoune, mehr als nur gebremst. Genauer gesagt, aus den planmäßig 2,5 Stunden Fahrt wurden 5. Erst gegen 3:00 Uhr morgens erreichte der Bus wieder das Hotel Rex in Thies.
Mittwoch, 24. Februar 2010
Mittwoch, 24.02. - Verteilung von Schulmobiliar & Krankenhausmaterial

Gruppe 2, heute einmal geschlossen, machte sich auf den Weg in die Region Fatick nach Wandiana zu einer staatlichen Grundschule, für die das „Herz für Senegal“ die Übernahme der Baukosten von 2 Klassenräumen zugesagt hat. Direktor Moustapha Thiam sowie sein Stellvertreter Aladji Ousseynou stellten sich und die beiden weiteren Lehrerinnen dieser Schule vor. In 5 Klassenstufen werden die Kinder, derzeit 160 Schüler/-innen in 2 Klassen aus 3 Dörfern, unterrichtet. Das Einzugsgebiet für diese Schule beträgt 4 Km.
Das Ansinnen des Lehrerkollegiums ist, ab 2011 nach Fertigstellung der weiteren Klassenräume die Schülerzahl auf 300 Kinder auszuweiten. Damit kommt die Spende es „Herz für Senegal“ gerade recht.
Nach einer Führung der Delegation durch die Schule werden die Sachspenden mit Hilfe der Lehrer und einiger Dorfbewohner vom LKW abgeladen und in die Hände des Direktoriums gegeben. Mit sichtbarem Dank an die Besucher verabschiedet Direktor Thiam die Gäste aus Deutschland, nachdem auch hier noch eine Bedürftigkeitsabfrage gestartet worden ist.
Nächster Stopp Diohine! Die katholische Kirche mit einer angeschlossenen Krankenstation wird vom Pfarrer Robert Diamé Ndour von der Pfarrei Notre Dame Du Sacre Coeur geleitet und verwaltet. Hauptverantwortliche für die benachbarte Krankenstation ist Schwester Soller Leontine Drowf. In dieser Krankenstation werden alle Arten von Erkrankungen und Verletzungen behandelt. Entbindungen werden von 2 sogen. Matronen, die eine Ausbildung in die Richtung Hebamme absolviert haben, begleitet. Ein Geburtenregister wird von der leitenden Schwester geführt. Die Gebärenden verbleiben i.d.R. nach der Entbindung 3 Tage in der Station.
Nach einer Führung der deutschen Delegation durch die Station werden auch hier die Sachspenden (Rollstühle, Gehhilfen und Krankenhausmaterialien) abgeladen und den Verantwortlichen an die Hand gegeben.
Der noch verbliebene Teil der Gruppe 1 verteilte auch heute Sachspenden in der Region Thiès. Abgeliefert wurden Decken, Bettwäsche und Multivitamintabletten zur Gegensteuerung der Mangelernährung. Die Anwendung dieses Nahrungsergänzungsmittels wurde den Einheimischen erklärt.
Auch die aus Deutschland mitgebrachten Brillen wurden heute im Brillenladen in Thies von der Gruppe 1 abgegeben.
Von der Hitze des Tages gezeichnet trafen beide Gruppen am Nachmittag wieder im Hotel ein.
Mittwoch, 24. Februar 2010
Dienstag, 23.02. – Ndoffane, Mastaufstellung für Solarpumpenanlage

Die am Vortag besorgten Materialien wurden heute durch Reinhard Schriever, Peter Fallbrock und Uwe May mit Unterstützung der Männer des Dorfes sowie Francoise Diouf in Ndoffane verarbeitet. Das Fundament des Haltemastes für die Solaranlage steht und wird am Freitag mit der Anlage fertig gestellt werden.
Gruppe 1 führte an diesem Tag ein weiteres Gespräch sowohl bzgl. der Sachspendenüberlassung als auch der dringendst benötigten Materialien des Krankenhauses St. Jean de Dieu, Thiès mit Doktor Jean Baptiste Ndione. Die Sachspenden werden in beiden Krankenhäusern kurzfristig verteilt werden und mit den Informationen beider Häuser wird versucht, in Deutschland gezielt den Wünschen entsprechend suchen zu können.
Die Damen der Gruppe 2 verteilten weiter Sachspenden in drei Kindergärten sowie auch in einer weiteren Schule.
Am Spätnachmittag war ein neuerliches Treffen im Depot der Caritas angesagt, um sowohl die Schulbänke als auch Stühle auf einen LKW zu verladen. Die Übergabe dieser Artikel ist für den 24.02.2010 angesetzt.
Mittwoch, 24. Februar 2010
Montag, 22.02. – Erste offizielle Sachspendenverteilung

Die Damen (Gruppe 2) der deutschen Delegation des „Herz für Senegal“ nutzen heute die Gunst der Stunde, die erste offizielle Sachspendenverteilung vorzunehmen. Nachdem Tornister, Papier und Schulhefte aus dem Caritas-Depot in 2 Autos verladen wurden, ging es auf nach Lalane, Region Thiès. Mittels der Unterstützung von Madame Lucie Diatta, verantwortlich für die Sozialprojekte der Caritas in Thiès, konnten spontan Besuche initiiert werden, so daß die Sachspenden in die verantwortlichen Hände übergeben werden konnten.
Als Führer und Dolmetscher bot sich Baba Gaye spontan an und begleitete die Gruppe auf dieser Tour. Baba Gaye ist ein in Solingen beheimateter Senegalese, der zu dieser Zeit seinen Urlaub bei seiner senegalesischen Familie verbringt. Nur dem Zufall ist dieser wertvolle Kontakt zu verdanken, der heute eine besondere Unterstützung bei der Übersetzung der Gespräche mit den Direktoren und Kollegen/-innen der beiden besuchen Schulen brachte.
Zunächst wurde die „höhere“ Schule in Lalane besucht. Direktor Mamadou Balla Fall von der Cem de Lalane in Lalane stellte sich und sein Kollegium, das sämtlich anwesend war, vor und bedankte sich für diesen unangekündigten, aber herzlichen Besuch. Mit Hilfe der Kinder und des Kollegiums wurde dann ein großer Teil der Sachspenden ausgeladen und aufgestellt, so daß noch für unsere deutschen Freunde die Bilder des Tages aufgenommen werden konnten.
Die Fragen nach den dringendst benötigten Ausstattungsmaterialien wurden beantwortet und vom „Herz für Senegal“ unter der Maßgabe „Wir werden versuchen zu helfen“ entgegen genommen.
Bei dieser Schule handelt es sich um eine Höhere Schule, die für 467 Schüler/-innen im Alter von 12 bis 20 Jahren in einem ziemlich neuen Objekt (2007/08, durch die Hilfsorganisation „Afrika-Wasser“) Grundlage für ein besseres Leben bietet. Direktor Mamadou Balla Fall sagte zu, die überbrachten Sachspenden den tatsächlich Bedürftigsten zukommen zu lassen und verabschiedete die deutsche Delegation.
Weiter ging es nach Fandène, einer privaten, katholischen Grundschule. Auch hier war die Delegation aus Deutschland zwar unangemeldet, aber herzlich willkommen. Durch Direktor André Kouly Diop, wurden die Sachspenden entgegen genommen und auch in diesem Fall die Bedürftigsten der Bedürftigen als Empfänger zugesagt.
In einem bereits 1957 erbauten Gebäudekomplex werden 344 Schüler/innen in 6 Klassenstufen unterrichtet, durchschnittliche Klassengröße ca. 60 Kinder. 7 Klassenräume beinhalten die Gebäude, sowie Lagerstätten für die Lebensmittel der Übermittagbetreuung. Bis zu 5 km ist z.T. der tgl. Schulweg für einzelne Schüler und der mtl. Beitrag, der jedoch den finanziellen Möglichkeiten der Familien angepaßt wird, beläuft sich auf 9.000 CFA (ca.14 €) zgl. 200 CFA (ca. 0,31 €) für die Tagesverpflegung, über 4 Wochentage. Mittwochs und Samstags ist Mittags Schulschluss.
Martin Cauvet, Sylvia & Maria Merschformann sowie Uwe Wagner von der Gruppe 1 führten mit Victor Sagna, Leiter des Centre Hospitalier Regional, Thiès, ein Gespräch bzgl. der Überlassung der mitgebrachten Sachspenden sowie um die Feststellung der am dringendsten benötigten Materialien.
Die Herren der Gruppe 2 (Peter Fallbrock, Uwe May, Reinhard Schriever) hatten sich auf den Weg gemacht, um für das Garten-/Landwirtschaftsprojekt in Ndoffane Material zur Installation der Solarpumpenanlage zu besorgen.
Montag, 22. Februar 2010
Mittwoch, 17.02. - Krankenhaus St. Jean de Dieu
Um den Neuankömmlingen, z.T. mit Erstreisenden, den Ort, die Menschen und die Atmosphäre vorzustellen, unternahm Trupp 2 an diesem Tag die ersten Erkundungstouren, während Team 1 die Besichtigung des Krankenhauses in Thiès zur Information und Feststellung der am dringendsten benötigten, alltäglichen Arbeitsmaterialien nutzte. Das vorhandene, bereits durch das „Herz für Senegal“ gesammelte Material für Krankenhäuser, gilt es sinnvoll zwischen verschiedenen Krankenhäusern zu verteilen.
Ansinnen des „Herz für Senegal“ ist, gezielte Spendensuche in Deutschland vornehmen zu können. Zur Feststellung der einzelnen, wirklichen Bedürfnisse steht kurzfristig ein Gespräch mit den beiden Direktoren der Krankenhäuser an.
Montag, 22. Februar 2010
Dienstag, 16.02. – Die 2te Gruppe wird erwartet

Heiner Gehring, Uwe Wagner und Francois El Hadji Diouff waren für das Garten-/Landwirtschaftsprojekt in Ndoffane, Region Fatick, unterwegs, um sich bzgl. der benötigten Solarpumpe zu erkundigen.
Trupp 2 der diesjährigen Tour wird sehnsuchtsvoll erwarten!
Martin Cauvet, „Abgesandter“ des Vereins, Uwe May, Christel Frank, Ursula Bröker, Marion Rütering, Peter & Micaela Fallbrock(-Ludwig), Reinhard sowie Stefanie Schriever und Assane Ndoye.
Assane Ndoye, Mitarbeiter der Stadtwerke Münster und Arbeitskollege von Reinhard Schriever, agiert erstmals als neues Mitglied des Vereins als „Bindeglied“ beider Kulturen. Sein Wissen und Know How können zukünftig wertvolle Unterstützung sein.
Die Anreise der Gruppe war weitestgehend problemlos und vor jedem Start wuchs die Gruppengröße, da sich ein Senegalese sowie eine Senegalesin dem Trupp vertrauensvoll anschlossen.
Montag, 22. Februar 2010
Samstag, 13.02. – Der Container kann kommen
Durch Trupp 1 wurde das Depot des Caritas-Verbandes in Thiès in Augenschein genommen und die Aufteilung für die erwartete Ladung durchgesprochen. Der Container kann kommen …
Montag, 22. Februar 2010
Freitag, 12.02. – Schule Wandiana

Die erste Gruppe der diesjährigen Senegal-Tour besichtigte am 12.02.2010 ein von Abbè Ambroise Tine vorgestelltes, bereits durch andere Hilfsorganisationen des deutschsprachigen Raumes (Deutschland und Österreich) initiiertes Projekt in Wandiana in der Region Fatick.
Ambroise Tine, Leiter des Caritas in gesamt Senegal, ist langjähriger Ansprechpartner und Freund des Vereins im Senegal.
Bei diesem Projekt handelt es sich um ein recht neues Schulprojekt, dessen Akzeptanz in der Bevölkerung stetig zunimmt, so daß auch die Schülerzahlen steigen. Momentan werden etwa 200 Schüler/-innen in 4 Klassen, z.Zt. sowohl in dem bereits fertiggestellten Klassenraum als auch noch in vorhandenen, sogen. Buschhütten unterrichtet.
Das „Herz für Senegal“ sagte seine Unterstützung für zwei weitere Klassenräume und auch deren Einrichtung zu.
Freitag, 19. Februar 2010
Freitag, 19.02. - Container angekommen

Nun gut, daß wohl Aufwendigste haben wir heute, Freitag, 19. Februar, auch geschafft! Der Container, der ja schon viel eher hätte ankommen sollen, wurde heute zum Caritas-Gebäude gebracht und mußte bei mindestens 32°C – gefühlte 75 - ab 16:00h ausgeladen werden. Heiner, Irmgard, Michael und Karin, die heute ja ihre Rückreise anzutreten hatten, ließen es sich aber nicht nehmen, zumindest das Eintreffen und die ersten Ausladearbeiten anzusehen und hilfreich beizustehen.
Dank der guten Vorplanung und Durchführung der Packarbeiten in Holtwick im Januar konnte ein neuer Rekord beim Container-Auspacken aufgestellt werden, nämlich 1,5 Std.! Die fleißigen Hände in Deutschland hatten sämtliche Kartons beschriftet, so daß systhematisch nur noch in den dafür vorgesehenen Stellbereichen in der Caritas-Halle die Sachen zu deponieren waren. Alle haben mit angepackt und diesen Rekord erzielt. Dem Team sei also an dieser Stelle herzlich gedankt.
Freitag, 19. Februar 2010
Donnerstag, 18.02. - Garten-/Landwirtschaftsprojekt Ndoffane

Donnerstag, 18. Februar - Francoise Diouf hat für das gesamte Team aus Deutschland eine Besichtigungstour nach Ndoffane, in der Region Fatick, organisiert, in dem bereits seit 2 Jahren ein Garten-/Landwirtschafts-Projekt läuft, zu dem bereits in 2009 eine erste Bezuschussung durch das „Herz für Senegal“ geflossen war. Durch kontinuierlichen Ausbau der Fläche hat sich bis heute das Anbauareal vervierfacht. Zwiebel, Papajas, Auberginen, Paprika, Kräuter, um nur einiges zu nennen, gedeihen prächtig.
Darüber hinaus gehört in dieses Projekt nunmehr auch die Tröpfchenbewässerung, die schon über einige Anbaubereiche fest installiert wurde aber noch umfangreich ausgebaut werden wird. Diese Bewässerungstechnik konnte dank einer Stadtwerke-Spende aus dem Münsterland realisiert werden. Weiterhin wurden Gespräche hinsichtlich der Einrichtung einer Solarpumpe getätigt, die wohl auch in Kürze aufgebaut werden wird.
Besonders zu erwähnen ist, daß eben dieses Dorf, in dem das Projekt bereits seit 2 Jahren nun läuft, völlig abgeschieden von weiteren Städten und Gemeinden liegt und gerade deshalb dieser Erfolg so erwähnenswert ist.
Als Dankeschön für die Unterstützung des „Herz für Senegal“ fand auch eine Feier statt, die mit Musik, Tanz und Gesang, wirklich jeden erfreut hat. Natürlich wurden die Damen der Delegation aus Deutschland mit einbezogen und haben sich durchaus wacker geschlagen. Selbstredend, daß wir Europäer mit dem schnellen Rhythmus uns schwerer tun.
Als letztes wurde dem Vereinsvorsitzenden Heiner, stellvertretend für den Verein „Herz für Senegal“ noch ein Erinnerungsgeschenk überreicht mit einer kurzen, freundlichen Danksagung durch unseren Übersetzer und Tour-Organisator Francoise. Im Namen des Vereins hat sich Heiner dann für die beiden sehr schönen Bilder bedankt.
Müde und von den Eindrücken des Tages begeistert, endete um 21:00h der Tag für die Truppe aus Deutschland wieder im Hotel.
Freitag, 19. Februar 2010
Donnerstag, 11.02. - „Salle de Christoph Vogt“, Palam Roog

Spontane Besichtigung des 2009 Dank der freundlichen Spende von Christoph Vogt realisierten, fertiggestellten Klassenraumes in Palam Roog. Top in Ordnung!!! Schüler und Schülerinnen lernten fleißig für die nächste Examensarbeit!