Verein "Ein Herz für Senegal" wächst in einem Jahr von 30 auf 35 Mitglieder an
Rosendahl-Holtwick
Nach wochenlangen Bohren in Mont Rolland stieß das einheimische Team in 140 Meter Tiefe auf Wasser. Die Freude war riesengroß. Das Nass soll die Felder von sechs bis acht Dorfgemeinschaften versorgen.
Das Wasser sprudelt. Nein, es spritzt sogar. Mit der wichtigsten Nachricht hielt Heiner Gehring (Holtwick) bei der Generalversammlung des Vereins Ein Herz für Senegal im Torhaus Holtwick nicht lange hinter dem Berg. Es war die erste Versammlung nach der Neugründung vor einem Jahr und schon konnte ein besonderer Erfolg vermeldet werden. Vor einigen Wochen wir berichteten war mit dem vom Verein zur Verfügung gestellten Gerät in Mont Rolland ein Brunnen gebohrt worden. Sehr hartes Klakgestein bereitete dabei über Wochen Probleme, so Gehring. Doch wie ihm Caritas-Direktor Ambrossius Tine als Projektpartner berichtete, sei das einheimische Bohrteam in 140 Meter Tiefe jetzt endlich auf Wasser gestoßen. Dank Mammutpumpe schießt es meterhoch hinaus. Die Freunde ist riesengroß, gab Gehring an die Mitglieder weiter. Nach dem Sauberspülen könne der Brunnen nun den betrieb aufnehmen. Es soll eine Unterwasserpumpe mit Stromerzeuger eingebaut werden. Dieses ermögliche, das mehrere Dörfer mitten in der Savanne mit sauberen Wasser zum Trinken und zur Bewässerung der Gemüsegärten versorgt werden können.
Um den Brunnen sollen sechs bis acht Dorfgemeinschaften jeweils Grundstücke von 300 bis 500 Quadratmeter erhalten, um Gartenbau zu betreiben. Das, so Gehring, sichere die Grundernährung und vermindere die Tendenz, dass junge Leute in die Städte abwanderten. Auf ersten per E-Mail übermittelten Bildern konnten die Teilnehmer der Versammlung bereits sehen, wie die Wasserfontäne aus dem Boden schießt. Dafür lohnt sich all das Engagement, sprach Gehring allen aus dem Herzen. Er dankte ausdrücklich auch allen Spendern, ohne den dieser erste Erfolg nicht möglich gewesen wäre.
Und die Arbeit des Vereins, dessen Mitgliederzahl von 30 bei der Gründung auf 35 angewachsen ist, soll weitergehen. Ein Container mit Hilfsgütern soll in diesem Jahr auf die Reise geschickt werden. Vor allem sollen auch landwirtschaftliche Geräte nach Afrika verschifft werden. Und Unterwasserpumpen mit Stromerzeugern. Wir setzen weiter auf gemeinsame Projekte mit den Senegalesen, vor allem um die Wasserversorgung im ländlichen Bereich zu verbessern, brachte es Gehring auf den Punkt.
Die Regularien waren schnell abgehakt. Klaus Vinkelau (Holtwick) ließ die Ereignisse des ersten Vereinsjahr Revue passieren. Als neuer Pressewart wurde Franz-Josef Leifeld aus Coesfeld einstimmig gewählt. Er zeigte einen selbstgedrehten Videofilm über die Übergabe des Bohrgerätes. In die Zukunft blickten die Mitglieder auch: Im Herbst 2005 soll eine Vortour für den nächsten größeren Arbeitseinsatz im Februar 2006 stattfinden.
Spenden zur Unterstützung der Arbeit im Senegal können eingezahlt werden auf das Konto Nr. 35040401 bei der Sparkasse Westmünsterland (BLZ: 40154530)
Quelle
Samstag, den 02. April 2005 | Allgemeine Zeitung, Dülmener Zeitung, Westfälische Nachrichten (Kreis Coesfeld) | Detlef Scherle