Unterstützung von Schulen und Kindergärten bleibt ein Schwerpunkt
"Cholera, Cholera" singen die Kinder im privaten Kindergarten "Tafsir e Assane" in Thiés. Wer sich nach der Toilette nicht die Hände wäscht, der wird schnell krank, kriegt Bauchweh, lernen sie von ihren Erzieherinnen, Freudig klatschen sie in die Hände und strecken mit der Begeisterung für das Lied die Gäste aus Deutschland an, die auch an vielen anderen Stellen schon Tänze vorgeführt bekommen haben. Den Kindern im Kindergarten haben sie Bilder, gemalt von Kindergartenkindern aus Münster, und Spielzeug, Spenden aus Kreis Coesfeld, mitgebracht.
Immer wieder steuern die Helfer auch Schulen an. Die Elementarschule (1. bis 6. Klasse) in Thiés erhält Papier und Unterrichtsmaterialen wie Tafeln, Kreide und Schultaschen. Auch in Schulen für Gehörlose und für Blinde ist die Freude groß, als die Vereinsmitglieder ihre Gaben überreichen. Stolz berichtet der Leiter der Blindenschule, dass einer seiner Schüler sogar studiert hat und heute als Arzt arbeitet. Das mutet wie ein Wunder, aber auch wie Hoffnungszeichen an angesichts hunderter Behinderter, die bettelnd auf der Straße leben. "In de Bildung zu investieren, das ist hier mit am wichtigsten", weiß Heiner Gehring. Deshalb soll die Unterstützung der Schulen ein Schwerpunkt bleiben.
Spielerisch lernen die Kinder im Kindergarten "Tafsir e Assane", wie wichtig es ist, sich nach der Toilette die Hände zu waschen. Sie haben dazu ein Lied gelernt.
Quelle
Samstag, den 03. Februar 2007 | Allgemeine Zeitung (Sonderseite) | Detlef Scherle