Linden-Apotheke aus Coesfeld spendet Blutzuckermessgeräte
In der Entwicklungshilfe engagiert sich die Coesfelder Linden-Apotheke. Apotheker Franz Hemsing hat dem Verein "Ein Herz für Senegal" Blutzuckermessgeräte gespendet, die im Januar dieses Jahres beim jüngsten Hilfseinsatz an den Diabetiker-Verband für die Region Thiès übergeben wurden. Dessen Präsident Babarcar Maculy erklärte bei der Übergabe im katholischen Krankenhaus St. Jean de Dieu in Thiès, an der rund 40 Diabetiker teilnahmen und über die auch die senegalesische Presse berichtete, dass sich viele Betroffene in dem armen westafrikanischen Land Süßstoff, Medikamente und Blutzucker-Messgeräte nicht leisten könnten. Eine Krankenversicherung existiere nicht - alles müsse selbst bezahlt werden. Aber auch mangelnde Aufklärung sei ein Problem, so der Präsident. "Häufig wird die Erkrankung gar nicht erkannt." So erblindeten viele Diabetiker beziehungsweise erlitten Arm- oder Beinverluste. Der Verband will mit Unterstützung des Vereins aus dem Kreis Coesfeld für die 300.000-Einwohner-Stadt Thies ein Diabetiker-Zentrum aufbauen, in dem sowohl ärztliche Untersuchungen als auch Beratungen von Erkrankten stattfinden können. Bisher gibt es eine solche Einrichtung nur in der senegalesischen Hauptstadt Dakar, die aber aufgrund der großen Entfernung viele Betroffene nicht erreichen können. Der Verein "Ein Herz für Senegal" prüft derzeit, wie er den Diabetiker-Verband bei seinem Anliegen weiter unterstützen kann. Für die Soforthilfe in Form von Medikamenten, Süßstoff - und nicht zuletzt - der Blutzuckermessgeräte von der Linden-Apotheke zeigten sich die Diabetiker in Thiès sehr dankbar. Das sei ein Akt der Solidarität, "ein erster Schritt hin zu dem Zentrum, das wir uns wünschen", sagte der Präsident. Für den Verein "Ein Herz für Senegal" gab Franz-Josef Leifeld (Coesfeld), der den Kontakt hergestellt hatte, den Dank an die Coesfelder Apotheke weiter: "Ohne die großzügige Unterstützung von Firmen und Privatpersonen aus dem Kreis Coesfeld könnten wir unsere Hilfe nicht leisten." Als kleine Anerkennung des Engagements überreichte er Franz Hemsing einen in Handarbeit gefertigten Mörser aus dem Senegal.
Der Verein "Ein Herz für Senegal", führte er aus, arbeite zu 100 Prozent ehrenamtlich, so dass kaum Verwaltungskosten entstünden. Leifeld: "Jeder Euro, jeder Sachspende kommt an." Dafür sorgen die Vereinsmitglieder mit regelmäßigen selbst organisierten Transporten. Auch im Frühjahr 2008 soll wieder ein Container mit Hilfsgütern gepackt werden, der von Hamburg aus auf Seereise geschickt wird. Vor Ort werden sie dann von auf eigene Kosten in den Senegal geflogene Vereinsmitglieder an Krankenhäuser, Kindergärten, Schulen und andere Einrichtungen verteilt. Leifeld:" Die Vorbereitungen für den nächsten Transport laufen bereits auf Hochtouren."
Über die Arbeit des als vom Finanzamt als gemeinnützig anerkannten Vereins können sich Interessierte im Internet unter www.senegal-ev.de informieren.
Spenden können auf das Konto
Nr. 350 404 01
bei der Sparkasse Westmünsterland
(BLZ: 401 545 30)
eingezahlt werden.
Quelle
Ausgabe 8/2007 | Apotheke AKTUELL (Lindenblatt) | Detlef Scherle

