Sascha Pantleon unterstützt Hilfsprojekte im afrikanischen Senegal
Dülmen
Afrika hat mich schon als kleines Kind fasziniert", sagt Sascha Pantleon. Der Dülmener ist aktiver Entwicklungshelfer und Mitglied im Verein "Ein Herz für Senegal e.V.". Anfang des Jahres besuchte er zum zweiten Mal das westafrikanische Land.
Bereits 2003 war Pantleon zu Besuch im Senegal. "Ich hatte von eine Hilfsorganisation gehört, die einen kranken Jungen zu Behandlung nach Deutschland gebracht hatten." Da Pantleon an derselben Krankheit wie der Junge litt, entschloss er sich, der Hilfsorganisation beizutreten. Seit 2006 ist er Mitglied im Verein "Ein Herz für Senegal".
Der Dülmener Sascha Pantleon (l.) überreichte im Rahmen der Senegal-Hilfe Lebensmittel und andere Hilfsgüter an die Bevölkerung
Der Verein arbeitet eng mit örtlichen Hilfsorganisationen im Senegal zusammen. Zwei Projekte liegen Sascha Pantleon ganz besonders am Herzen. Zum einen sammelt er alte, noch funktionsfähige Computer. Diese werden mit französischer Software bestückt und an Schulen und Behörden im Senegal geschickt. Besonders wichtig ist Pantleon die Unterstützung von Schulkindern. Besonders Lernmittel sind nötig. Viele Eltern können sich gerade mal den Schulbesuch für ihre Kinder leisten. Für Bücher und Hefte bleibt oft kein Geld über. Oft müssen Kinder die Bücher ihre älteren Geschwister nutzen. "Ein Schulbuch kostet im Senegal ca. 80 Cent. Für uns ist das eine Kleinigkeit, für die Menschen im Senegal ein Vermögen", berichtet Pantleon. Der Verein vermittelt auch Schulpatenschaften. Für 92 Euro im Jahr kann die schulische Ausbildung für ein Kind übernommen werden. "Mit dem Geld werden Lehrer und Bücher bezahlt". Des Weiteren arbeitet der Verein an einem Bewässerungsprojekt. Da die Bewohner oft große Strecken zurücklegen müssen, um an Wasser zu kommen, wurde 2004 ein Bohrgerät angeschafft. Mit gespendetem Spielzeug werden Kindergärten im Senegal ausgestattet. "Der Verein überprüft jedes Projekt, bevor es verwirklicht wird. Die Hilfe kommt eins zu eins im Senegal an", versichert Pantleon.
Motivation für seine Arbeit erhält Pantleon durch die Reaktion der Menschen. "Die Dankbarkeit ist unglaublich. Durch meine zwei Besuche im Senegal sind viele Freundschaften entstanden".
Der Verein bietet auch Vorträge in Schulen und bei Vereinen an. | www.senegal-ev.de
Quelle
Samstag, den 04. August 2007 | Dülmener Zeitung | Patrick Hülsheger