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Horstmar / Rosendahl-Holtwick

„Die Spendenbereitschaft war in diesem Jahr wieder sehr groß“, freut sich Heiner Gehring (Holtwick), Vorsitzender des Vereins „Ein Herz für Senegal“. Gemeinsam mit seinem Stellvertreter Peter Deckenbrock (Münster) reicht er Sascha Pantleon (Dülmen), der an der Laderampe des Großcontainers steht, einen Rollstuhl an. Dann folgen reihenweise Unterarmgehstützen und Rollatoren. Größtes Stückgut, das sie auf einem Gewerbegelände in Holtwick umladen, sind 1800 Meter Rohre, die für ein Bewässerungsprojekt vorgesehen sind. Jetzt wird der Container per Lastkraftwagen nach Antwerpen (Belgien) gebracht, um nach Afrika verschifft zu werden. Ankommen im Hafen von Dakar, der Hauptstadt des Senegal, soll er pünktlich zum nächsten Arbeitseinsatz des Vereins, der am 25. Januar beginnt.

Der direkte Kontakt zur Bevölkerung ist den Helfern sehr wichtig. So soll ein Großteil der im Kreis Coesfeld und in Münster gespendeten Hilfsgüter, wieder in entlegenen Dörfern verteilt werden, in denen kaum jemand die Amtssprache Französisch spricht. Ansonsten ist die Caritas in der Region Thiés wichtigster Partner des Vereins. „Besonders bei den Bewässerungsprojekten setzen wir auf die bewährte Zusammenarbeit mit der Caritas“, betont Gehring, während in einer langen Kette an der St.-Nikolaus-Grundschule in Holtwick gespendete Schultaschen in den Container gereicht werden. Mehrere Schulen und Kindergärten sollen wieder mit Büchern, Papier, Computern und Spielzeug versorgt werden.

„So einen großen Container hatten wir noch nie“, berichtet Deckenbrock. Ein Grund dafür seien die Rohre, die in den Senegal geschafft werden. Diese wurden von den Stadtwerken Münster gestiftet. Dankbar ist der Vorsitzende auch für das Engagement der Firma Terkuhlen aus Horstmar, die die Kosten für den Bau von zwei Schulklassen (4000 Euro) in Pallan Rock übernimmt. Viele Einzelspenden an medizinischen Materialien und Geräten waren wieder zu verzeichnen, die an Krankenhäuser und Stationen übergeben werden sollen, darunter OP-Ausstattung und Blutdruckmessgeräte. Wasser, Bildung und Gesundheit – das seien die wichtigsten Hebel, um die Entwicklung im Senegal voranzutreiben.

Quelle

Samstag, den 05. Januar 2008 | Westfälische Nachrichten (Horstmar/Laer) | Detlef Scherle