Ende gut, alles gut. Cowboys und Indianer feiern zusammen: (v.l) Andris Roling, Carl Wigger, Johanna Stroot, Klara Schulenkorf sowie vorne Johanna Südfeld. (Foto: Barbara Kloster)
Rosendahl-Holtwick/Coesfeld
Die Aula des Pius-Gymnasiums in Coesfeld ist voll besetzt. Allmählich steigt die Spannung und dann geht es los mit dem Kindermusical „Wakatanka“ von Christian Kunkel. Vorleser Albert Beumer begrüßt die Gäste und dankt allen Beteiligten sowie der Kolpingsfamilie. Der Erlös des Musicals kommt der Hilfsorganisation „Ein Herz für Senegal“ zugute.
Zum ersten Mal treten 120 Kinder und Jugendliche aus Holtwick bei einem Musical gemeinsam auf. Kinder und Jugendliche des Kinder- und Jugendchores St.-Nikolaus unter der Leitung von Andrea Stroot und der Jugendkapelle des Musikvereins unter der Leitung von Jens Büttner sowie der Tanzgarde KaGeHo/SW Holtwick mit Steffi Beumer und Vanessa Kramer als Organisatoren begeistern das Publikum.
Auf der aufwendig gestalteten und farbenfrohen Bühne treffen die ersten Indianer ein, es herrscht ein reges Treiben. Aber die Wakatankas haben große Sorgen: Schon lange haben sie keinen Büffel mehr gefangen und erleiden großen Hunger. Die weißen Männer haben sie vertrieben. Häuptling Wachsamens Auge (Johanna Stroot) macht sich Sorgen. Auch Medizinmann Schlauer Fuchs (Madlen Noll) kann nicht helfen. Der Indianerjunge Kleiner Bär (Andris Roling) und seine Freunde ergreifen die Initiative und machen sich auf den Weg zum Weißen Mann.
Die Zuschauer werden in das Geschehen mit einbezogen. Schnell springt der Funk bei ihnen über. Sie stampfen, pfeifen oder trommeln, als die kleinen Indianer durch den Sumpf müssen. „Lasst uns nach dem Wind pfeifen“, fordert Kleiner Bär die Zuschauer auf. Gesagt, getan. Schon weht Wendelin Blasebalg (Carina Vinkelau) auf die Bühne. Schließlich kommen die Indianer in ein Cowboydorf und verhandeln mit dem Weißen Mann. Farmerjunge Tobi (Carl Wigger) legt für die Rothäute ein gutes Wort ein.
Auch die kleinsten Darsteller hatten bei den Aufführungen riesigen Spaß: Sina Kneilmann (l.) und Pia Vörding.
So schaffen es Indianer und Cowboys die Grenzen zu überwinden und mit gegenseitigem Respekt in Frieden zu leben. Die Indianerkinder kehren ins Dorf zurück und feiern am Ende sogar mit den Cowboys zusammen ihren Erfolg der Büffeljagd. Dabei sorgt eine Kaktusblüte (Carla Weiser) für Stimmung. „Hände können viel bewegen, aber Hände alleine können nicht denken. Wir sind es, die Hände lenken“, fasst Häuptling Wachsames Auge weise zusammen. Zum Schluss gibt es viel Beifall und eine Zugabe. Die monatelange Vorbereitung und die Proben haben sich gelohnt. „Ich bin begeistert, auch vom Publikum, die haben toll mitgemacht“, ist Ingrid Roling, die die Gesamtleitung des Musicals hatte, erleichtert.
Mitreißend haben alle Darsteller mit Gesang, Musik und Tanz eine kindgerechte Geschichte erzählt. „Hough Wakatanka!“
Quelle
Montag, den 10. November 2008 | Allgemeine Zeitung (Coesfeld) | Barbara Kloster