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Der Strickkreis hat Decken für Kinder – aber auch für Erwachsene – in Afrika gefertigt, die Martin Cauvet von der Afrikahilfe „Ein Herz für Senegal“ in Appelhülsen abholte. Im Januar gehen die Spenden auf die Reise.

Appelhülsen

„Die Menschen im Senegal frieren bei 20 Grad genau wie wir hier im tiefsten Winter”, erzählte Martin Cauvet von der Afrikahilfe „Ein Herz für Senegal“ den Frauen aus der Strickrunde der Frauengemeinde Appelhülsen. Cauvet war gekommen, um von Hand gefertigte Arbeiten der Appelhülsenerinnen abzuholen: Hilfe für Menschen, auch ganz junge Erdenbürger, in Afrika.

Im September 2007 hatte Monika Lenz die Strickrunde ins Leben gerufen. Seither stricken zwölf Frauen Decken aus meist gespendeter Wolle. Sie haben bereits Decken in den Libanon geschickt, nach Lourdes und in das Frauenhaus Dülmen.

Alle vier Wochen, immer am ersten Mittwoch im Monat, treffen sich die Frauen im Haus der Begegnung in Appelhülsen zu einer gemeinsamen Runde mit Kaffee und Kuchen – ansonsten arbeitet jede für sich an den bunten Flickendecken.

Am Donnerstagnachmittag hielt die Frauenstrickrunde 14 Babydecken und 17 gerade fertiggestellte große Decken als Spende bereit. Außerdem hatte eine unbekannte Strickerin aus Münster weitere Kinderdecken und Baby-Söckchen gefertigt. Sie hatte unlängst von Monika Lenz‘ Strickrunde gehört.

All diese farbenfrohen wärmenden Dinge übergaben die Frauen Martin Cauvet.

Ende Januar wird ein Container mit Hilfsgütern (Wasserpumpen und Schulklassen-Einrichtungen) in den Senegal gehen. In dem werden auch die Decken transportiert.

Um die heimische Textilherstellung in Afrika zu schützen, dürfen Textilien nicht eingeführt werden, es sei denn für Krankenhäuser und Babystationen. Vor Ort nehmen Sozialbetreuerinnen der Caritas die Waren dann jeweils entgegen und wählen Dörfer aus, in denen der Bedarf am größten ist.

Quelle

Freitag, den 19. Dezember 2008 | Westfälische Nachrichten (Nottuln) | Sabine Damhorst