Krankenschwester Sylvia Merschformann packt die Blutzuckergeräte in einen Karton. Der Verein „Ein Herz für Senegal“ sammelt jedes Jahr Spenden für das Entwicklungsland. Vereins-Mitglieder machen sich dann auf den langen Weg, die Spenden an Hilfsbedürftige zu übergeben.
Rosendahl-Holtwick
Ja, sie haben alle Hände voll zu tun. Denn die Mitglieder des Vereins „Ein Herz für Senegal“ sind über das ganze Jahr mit der Hilfe für das Entwicklungsland beschäftigt. „Nach der Reise ist vor der Reise“, erzählt der Holtwicker Klaus Vinkelau, Schriftführer des Vereins. „Auf dem Rückweg aus Senegal sind wir schon wieder am Planen für die nächste Reise.“ Etliche Hilfsgüter haben sie gesammelt. Nun werden sie für den Transport nach Afrika sorgsam in einem Container verstaut. Der Container auf dem Gelände der Firma Gehring ist riesig. Nach und nach verschwinden die Materialien in seinem Inneren.
Mehr als 25 Helfer sind damit beschäftigt, die vielen Spenden für den Transport vorzubereiten. In der großen Halle des Unternehmens stapeln sich Schultornister, Papierkisten, Medizingeräte oder Kisten mit Brillen und Wäsche. Die gespendeten Schulmöbel werden zunächst in ihre Einzelteile auseinander geschraubt. Alle packen kräftig mit an, die etwa 27 Tonnen Ladegut sicher zu verpacken. „Schwieriger wird das Abladen. Da wir vor Ort im Senegal nicht die technischen Hilfsmöglichkeiten haben“, informiert Heiner Gehring, erster Vorsitzender des Vereins, und spricht aus langer Erfahrung.
Karin Langer und ihr Mann Michael sind zum ersten Mal mit dabei. „Wir haben per Zufall im Gespräch mit Irmgard und Heiner Gehring die Hilfsaktion angesprochen und unsere Hilfe angeboten“, erklärt Karin Langer ihre Beweggründe. „Wir könnten uns vorstellen im nächsten Jahr eventuell mal mitzufahren.“
Klaus Vinkelau versichert: „Jeder gespendete Euro kommt auch zu hundert Prozent an.“ Die eigenen Kosten für die Impfungen oder die Reisekosten tragen die Vereinsmitglieder selber. Darauf legen sie besonderen Wert. Am 18. Februar geht es dann für einige Mitglieder des Vereins auf die lange Reise in den Senegal. Dort werden sie sich um den Aufbau einer Diabetes-Station kümmern und für den Bau von weiteren Brunnen und Wasserleitungen sorgen. Außerdem soll der Bau von zwei Schulklassen unterstützt werden. Begonnene Projekte müssen dort betreut und Neue vorbereitet werden.
Der Verein „Ein Herz für Senegal“ ist auf Spenden angewiesen, damit auch weiterhin das Herz für den Senegal schlagen kann. Spenden können auf das Spendenkonto Nr. 350 404 01 bei der Sparkasse Westmünsterland (BLZ 401 545 30) überwiesen werden.
Quelle
Montag, den 26. Januar 2009 | Allgemeine Zeitung (Rosendahl) | Barbara Kloster
