Ein Container wird gepackt

Rosendahl-Holtwick

Im hellen Morgenlicht erstrahlt eine weiße Winterlandschaft. Es ist Samstag der 22. Dezember und für viele Münsterländer die letzte Chance im alljährlichen Weihnachtsstress die letzten obligatorischen Geschenke zu kaufen, und liebevoll, bei Weihnachtsmusik, in glitzerndes Geschenkpapier zu verpacken. Doch irgendwo im Kreis Coesfeld, um genauer zu sein, irgendwo bei Rosendahl-Holtwick, hat man noch was ganz anderes vor. Auf dem Gelände der Firma Gehring beladen schon eifrige Menschen seit 9 Uhr in der Früh einen mehr als 12 Meter langen Seecontainer. Die Mitglieder des Vereins "Ein Herz für Senegal" traffen sich um ein riesiges Geschenk für die Menschen im Senegal zu packen.


"Das ist bestimmt das größte und vor allem das beste Geschenk was wir in diesem Jahr packen" schmunzelt Sascha Pantleon (Dülmen) beim Anblick des großen Seecontainers.


Draußen vor den Toren der Halle treffen inzwischen immer mehr Helfer in vollgepackten Fahrzeugen ein. 1,8 Kilometer Wasserleitungsrohre, Wasserpumpenen, Gehhilfen, Werkzeuge, Brillen, medizinische Geräte, und vieles andere werden dicht an dicht gestapelt. Selbst der kleinste Raum wurde ausgenutzt. „Wir schicken keine Luft nach Afrika“ so Sascha Pantleon der zusammen mit Rainhard Schriever (Schappdetten) im Akkord die diverse Pakete, Kartons und Säcke bis an die Decke des Containers stapelt. Damit die beiden Packer immer schön auf "Betriebstemperatur" blieben, sorgten Martin Cauvet (Schappdetten) und Klaus Vinkelau (Holtwick) ständig für weitere Gegenstände, die von den anderen Helfern außerhalb des Containers "Nonstop" auf die Laderampe gestellt wurden.


Nach einer Pause, mit einer kräftigen Portion Erbsensuppe mobilisierte man nochmals alle körperlichen Reserven um auch die letzten Hilfsgüter im Container zu verstauen. Zum Schluss fanden auch noch zwei nagelneue Kirchenglocken im Container Platz.


„Jetzt kann der Container seine lange Reise nach Afrika antreten“ sagte Heiner Gehring (Holtwick) beim versiegeln der großen Flügeltüren. Eines ist aber gewiss, das Auspacken wird uns noch viele Schweißtropfen kosten, aber auch viel Spaß. Wie bei den Weihnachtsgeschenken, einpacken ist schön, auspacken, gemeinsam mit Freunden, ist noch schöner.


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Quelle

Samstag, den 22. Dezember 2007 / Ein Herz für Senegal e.V. / Sascha Pantleon


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