Wolof gehört zur Gruppe der westatlantischen Sprachen und wird vorwiegend in Senegal und Gambia, aber auch in Teilen Mauretaniens gesprochen. Im Senegal ist Wolof die wichtigste von sechs offiziellen Nationalsprachen. Es ist Muttersprache von ca. 40% der Bevölkerung und wird von 80% der Bewohner gesprochen. Die fünf anderen Nationalsprachen sind Serer, Poular (Sprache der Peulh), Manding, Soninke und Diola. Offizielle Landessprache ist hingegen Französisch. Französisch dominiert in den Medien (Rundfunk, Fernsehen, Zeitung) und ist bisher ausschließliche Unterrichtssprache in den Schulen. Auch als Besucher im Senegal wird man zuerst einmal auf Französisch angesprochen werden. Bei offiziellen Stellen, wie Flughafen, Bank, Post, Behörden, und bei touristischen Stellen, wie Nationalparks, Autovermietung, Hotel, kommt man auch ohne Wolof zurecht. Da es im Wolof viele der neuen, administrativen und technischen begriffe früher nicht gab, hat man sie aus dem Französischen übernommen und die Aussprache angepasst. Im Prinzip kann man ihnen aber die französische Herkunft ansehen.
Wolof ist aber in jeder Situation, in der man selber etwas erreichen will, immer hilfreich, z. B. Behören, Polizei, ebenso, wenn man um Auskünfte bittet, und natürlich immer dann, wenn es darum geht, Bekanntschaften zu machen, Freundschaften zu schließen kurz, Land und Leute besser kennen zu lernen. Wer zumindest die Begrüßungsformeln beherrscht und ab und zu einen einfachen Satz auf Wolof sagen kann, wird sofort ganz anders, freundlicher und mit mehr Respekt wahrgenommen!
Wolof ist eine Sprache, die fast ausschließlich gesprochen und nur selten geschrieben wird. Erst seit 1975 gibt es eine offizielle, von Sprachwissenschaftlern erarbeitete Schriftform mit lateinischem Alphabet. Die einzige Zeitung, die in Wolof schreibt (bzw. zur Hälfte in Wolof und zur anderen Hälfte in Poular) ist die Wochenzeitung "Sofaa".